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SkF-Projekte: Finanzreferat und Verwaltung

ESCAPE into life – neues EU-Projekt der SkF-Zentrale

ESCAPE into life -
European Social Concept And Professional Employment.

Dieses Projekt wird mit Unterstützung der Europäischen Gemeinschaft im Rahmen der Aktion Grundtvig des Programmes SOKRATES durchgeführt. Es ist als Erfahrungsaustausch angelegt mit dem Ziel, ein Netzwerk für zukünftige Projekte zu etablieren. Thematisch geht es um die Situation und die Bildungschancen benachteiligter Frauen in den Partnerländern, um Unterschiede in den sozialen Systemen und um die Arbeitsmarktsituation für benachteiligte Frauen. Der Erfahrungsaustausch soll eine Grundlage sein für zukünftige Projekte, z.B. die Entwicklung und Erprobung von gemeinsamen europäischen Qualifizierungsmodulen für die Zielgruppe der benachteiligten Frauen.

Projektkoordinatoren: Michael Bender, Brigitte Hinze    

Projektpartner sind: Deutschland       

Kompendium

 

 

Das Projekt befindet sich derzeit in der ersten Förderphase, die am 01. August 2006 begann und am 31. Juli 2007 endet. In dieser Zeit werden drei Konferenzen stattfinden, die für den Aufbau und die Festigung der Lernpartnerschaft  vorrangige Bedeutung haben. Jedes Partnerland wird eine Konferenz ausrichten.


EU-Projekt „ESCAPE“ in Dortmund (1. Konferenz vom 04. bis 06. Oktober 2006)

Diese Konferenz war geprägt vom gegenseitigen kennen lernen der Partner und der Arbeit der Partnerinstitutionen. Mittels moderierter Konferenzbegleitung durch eine EU-Beraterin der Pax-Bank Köln, gelang es die gemeinsame Arbeitsplattform zu finden und konkrete Arbeitsaufgaben zu formulieren. Unterstützt wurde die ausgewogene Konferenzgestaltung durch ein abendliches Dortmunder Stadtportrait und eine sehr interessante Weinprobe im Naturkundemuseum.

          

                             Konferenzteilnehmer der 1. Konferenz des Projekts „ESCAPE“ in Dortmund

EU-Projekt „ESCAPE“ in Litauen (2. Konferenz vom 06. bis zum 08. Februar 2007)

In Fortführung des durch die Europäische Union im Förderbereich SOKRATES/Grundtvig 2 geförderten Projekts “ESCAPE” – European Social Concept And Professional Employment“, fand die 2. Projektkonferenz in Vilnius/ Litauen statt. Neben den bisherigen Partnern Caritas Luxembourg (Bereich chargé d’ études) und dem Verein VSI Socialis als Gastgeber der 2. Projektkonferenz nahm diesmal auch die Arbeitsverwaltung Luxemburgs an der Konferenz vom 06. bis zum 08. Februar 2007 teil. Neben wichtigen Eindrücken zu der im Bereich der Sozialarbeit in Litauen durchgeführten Aufbauarbeit, wurde weiter an der Formulierung und Ausgestaltung europäischer Leitlinien für die Fort- und Weiterbildung benachteiligter Frauen gearbeitet. Besonders wichtig war während der 2. Projektkonferenz der Kontakt zur Zielgruppe des Projekts in Besuchen in verschiedenen Einrichtungen und im direkten Gespräch.

Konferenzteilnehmer der 2. Konferenz des Projekts „ESCAPE“ in Litauen

 

 

 

 

 

EU-Projekt „ESCAPE“ in Luxemburg (3. Konferenz vom 02. bis zum 04. Mai 2007)

Ausgangspunkt dieser Konferenz vom 02. bis zum 04. Mai 2007 in Luxemburg waren die Arbeitsergebnisse des Treffens in Litauen. Zur Erinnerung, Hauptziel der Lernpartnerschaft ist es, eine Grundlage für die Entwicklung und Erprobung von gemeinsamen europäischen Qualifizierungsmodulen für die Zielgruppe zu schaffen. Die Tabelle mit den Leitsätzen und Grundthemen der drei Partner wurde Punkt für Punkt diskutiert und mündet in der Formulierung einer gemeinsamen Position.

Am Donnerstag, 3. Mai 2007, wurde eine Maison Relais, d. h. eine Ganztagesbetreuungseinrichtung für Kinder in Bastendorf besichtigt. Die Leiterin der Einrichtung gab einen Einblick in die Funktionsweise der Einrichtung. Die Maison Relais sind eine rezente Neuentwicklung des luxemburgischen Familienministerium, um den Eltern die Vereinbarung von Familie und Beruf zu erleichtern.

Anschließend kam es zu einer Diskussion mit einer ehemaligen FOGAflex-Teilnehmerin, die nun als qualifiziertes Hilfspersonal in eben dieser Maison Relais fest angestellt ist (Qualifizierung von arbeitslosen Frauen zu Hilfserzieherinnen, EQUAL-Projekt). Die Konferenzteilnehmer hatten die Gelegenheit, der ehemealigen FOGAflex-Teilnehmerin konkrete Fragen zur Ausbildung zu stellen. Ziel des Fogaflex Projektes ist es auf der einen Seite Familie und Beruf zu vereinbaren, auf der anderen Seite Arbeitsplätze in Kindertagesstätten für Berufsrückkehrer zu schaffen. Näheres finden Sie unter
http://qualiflex.lu/pages/cont_template2.php?id=12.

Am Nachmittag kam es dann zu einem interessanten Austausch mit den Leiterinnen von “Femmes en détresse” („Frauen in Not“), einer Frauenorganisation, wobei es vorwiegend über das von Femmes en détresse betriebene Frauenhaus und die Ausbildung von Frauen zur Reintegration auf den Arbeitsmarkt ging. Herr Bender vom SkF hat als Fazit sehr treffend gemeint, Luxemburg solle auf jeden Fall  an seinem aktuellen sozialen Model festhalten und die Integration von niedrig qualifizierten Arbeitskräften nicht exklusiv auf die Privatwirtschaft abschieben, so wie es von der Regierung vorgesehen wird (projet de loi 5611, Gesetzesprojekt 5611). Denn eines der Hauptziele des Projektes ist es, die Bedeutung von lebenslangem Lernen im Rahmen der Lernpartnerschaft unter dem Aspekt der sozialen Ausgrenzung zu vertiefen. Ausbildung für niedrig qualifizierte Frauen sollte nicht bloß als arbeitsmarktpolitisches Instrument verstanden werden, sondern auch als positiver Beitrag zum sozialem Zusammenhalt und funktionierenden zivilgesellschaftlichen Strukturen.

Am Abend wurde dann noch die Ausstellung ALL WE NEED
besucht, die im Rahmen Luxemburg Kulturhaupt-stadt 2007 in der Halle des Soufflantes auf dem Site Belval in Esch-sur-Alzette stattfindet.

    
                                 Konferenzteilnehmer der 3. Konferenz des Projekts „ESCAPE“ in Luxemburg
    


EU-Projekt „ESCAPE“ in Litauen
(4. Konferenz vom 11. bis zum 13. Februar 2008)

Ausgehend von den gemeinsamen Leitsätzen, die in der Konferenz in Luxemburg diskutiert und festgelegt wurden, wurde in der 4. Konferenz ergebnisorientiert die Drucklegung der Arbeitsergebnisse des Projekts „ESCAPE“ festgelegt.

Neben einer intensiven Diskussion über die Erprobungsmöglichkeiten der gemeinsamen Leitsätze, hatten die Teilnehmer der Konferenz die Möglichkeit zur Besichtigung des litauischen Parlaments. Im Zuge dieses Besuchs wurden die Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer vom Vorsitzenden des Sozialausschusses des litauischen Parlaments, dessen Stellvertreter und seinem kompletten Mitarbeiterstab empfangen. In einem fast zweistündigen Gespräch konnte das Projekt „ESCAPE“ mit seinen Arbeitsergebnissen vorgestellt werden, wobei auch Gelegenheit geboten wurde, über die allgemeine soziale Entwicklung sowie die Verbändestruktur in Litauen zu diskutieren.

Nach einer hoch interessanten und angeregten Diskussion, würdigte der stellvertretende Vorsitzende des Sozialausschusses Jonas Cekuolis, dass besondere Engagement der Partner aus Luxemburg, Deutschland und Litauen in diesem europäischen Projekt. Mit besonderem Interesse wurde zur Kenntnis genommen, dass sich aus diesem europäischen Projekt ein Projekt in Litauen entwickelt hat, welches insbesondere durch die Beteiligung des deutschen Partners ermöglicht werden konnte.

Mit einem straffen Zeitplan wird nun die Drucklegung der Ergebnisse vorbereitet und nach Endredaktion in der 5. Konferenz in Deutschland, in der 6. Konferenz in Luxemburg einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

Partner im Projekt ESCAPE“ vor dem Vorsitzenden, Mitgliedern und MitarbeiterInnen des Sozialausschusses des Parlaments der Republik Litauen.