Spenden und Helfen

Hilfen für psychisch Kranke – konzeptionelle Anregungen -

Inhalt:

Vorbemerkung

  1. Grundlagen und Situationsanalyse
  2. Zielgruppe und Ziele
  3. Beratungs- und Hilfeangebote
    3.1. Aufsuchende Hilfe
    3.2. Kontakt- und Beratungsstellen
    3.3. Arbeitstherapeutische Projekte
    3.4. Wohnformen
           3.4.1. Betreutes Wohnen
           3.4.2. Einrichtungen
  4. Zusammenfassung und Ausblick


Vorbemerkung

Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) ist ein Frauen- und Fachverband in der katholischen Kirche, der sich der Hilfe für Kinder, Jugendliche, Frauen und Familien in besonderen Lebenslagen widmet.

Der Verein beruht auf den Prinzipien der Ehrenamtlichkeit und des Zusammenwirkens von ehrenamtlich und beruflich für den Verein Tätigen.

Der Verein erfüllt seine laienapostolische Aufgabe in Kirche, Staat und Gesellschaft im Sinn christlicher Caritas als Wesens- und Lebensäußerung.

Er nimmt seine unterschiedlichen Aufgaben in Parteilichkeit für die Betroffenen wahr und ist präventiv, begleitend und nachgehend tätig.

Die Beratung und Hilfe für psychisch kranke Menschen, insbesondere auch für Ratsuchende mit psychosozialen Problemen und Störungen im Vorfeld von Erkrankungen, sind originäre Aufgaben des Sozialdienst katholischer Frauen.

Berufliche sowie ehrenamtliche Mitarbeiter/innen im SkF bieten Hilfen an, sie informieren die Öffentlichkeit und vertreten die Interessen psychisch Kranker dort, wo diese selbst zu ihrer Vertretung nicht in der Lage sind.

1. Grundlagen und Situationsanalyse

Die Psychiatrie-Enquete-Kommission von 1975 hatte bereits damals in ihrem Bericht über die Lage der Psychiatrie in der Bundesrepublik Deutschland darauf hingewiesen, dass die psychiatrische Versorgung zu reorganisieren sei. Es wird eine vielgefächerte Verbesserung der sozialpsychiatrischen stationären und ambulanten Versorgung in Form von neuen komplementären Einrichtungen gefordert.

In den meisten Bundesländern gibt es spezielle Landesgesetze, z.B. das Gesetz über Hilfen und Schutz- maßnahmen für psychisch Kranke (PsychKG). Diese Gesetze sind eine Weiterentwicklung zuvor geltender landesrechtlicher Regelungen (vergleiche auch dazu: Karl-Ernst Brill, Psychisch Kranke im Recht, Ein Wegweiser, Bonn 1998). Neben der Unterbringung und Fürsorge für psychisch Kranke sind in den Landesbestimmungen teilweise auch Regelungen zur Kooperation und Koordination psychiatrischer Dienste sowie das Ziel der Schaffung gemeindenaher Versorgungsstrukturen aufgenommen worden.

Eingebunden in die örtlichen Versorgungsstrukturen bieten Ortsvereine des Sozialdienst katholischer Frauen jeweils spezifische Dienste und Angebote für Betroffene und deren soziales Umfeld an.

2. Zielgruppe und Ziele

Hilfen und Angebote richten sich an Menschen vor, während und nach ambulanter, teilstationärer und stationärer Behandlung, die

  • in psychosozialen Krisen
  • akut psychisch erkrankt
  • von Chronifizierung bedroht
  • chronisch psychisch krank
  • psychosomatisch erkrankt

sind.

Psychosoziale und sozialpsychiatrische Arbeit will psychisch labile Menschen in einem möglichst frühen Stadium der Erkrankung erreichen, sie für eventuell notwendige medizinische Behandlung gewinnen und die im Zusammenhang mit der Erkrankung entstandenen psychosozialen Probleme lösen helfen.

Die Hilfen orientieren sich an den Bedürfnissen und aktuellen psychosozialen Lebenssituationen der Betroffenen. Ebenso halten SkF Ortsvereine Angebote für Angehörige, Bezugspersonen und das soziale Umfeld vor.

Die Angebote sind darauf gerichtet, dem Kranken das Leben in seiner gewohnten Umgebung zu erhalten unter Ausschöpfung und Einbeziehung der Möglichkeiten, die sich durch andere ambulante Dienste, Ärzte, Angehörige oder Ehrenamtliche bieten (gemeinwesen- und lebensweltorientierter Ansatz).

Ehrenamtliche und berufliche Mitarbeiter/innen begleiten den psychisch Erkrankten durch bestimmte Hilfemaßnahmen, stützen ihn und sein soziales Umfeld, um ihn vor Rückfällen zu bewahren. Dazu gehört die Zusammenarbeit mit allen Einrichtungen und Personen, deren Beteiligung für eine wirksame Hilfe erforderlich ist.

Die Arbeit ist gekennzeichnet durch eine ganzheitliche Sicht. Dies bedeutet, den Menschen in seiner kör- perlichen, geistigen und seelischen Dimension wahrzunehmen unter Berücksichtigung und Einbeziehung sozialer, religiöser und wirtschaftlicher Hintergründe. Es gilt, insbesondere die persönlichen Ressourcen der Betroffenen zu erkennen und die vorhandenen Selbstheilungskräfte zu fördern.


3. Beratungs- und Hilfeangebote

Der Anspruch der gemeindenahen Hilfeangebote, wie sie im jeweiligen Gesetz geregelt sind, liegt der Arbeit des Sozialdienst katholischer Frauen zugrunde. Ambulante Angebote müssen für psychisch Kranke leicht erreichbar sein. Je nach sozialpsychiatrischer Versorgungslage vor Ort können die Arbeitsschwerpunkte regional unterschiedlich sein. Immer aber umfassen sie Betreuung, Beratung und Begleitung.

Die vielfältigen Hilfeangebote erfordern eine ausreichende personelle Besetzung von ehren- und beruflichen Mitarbeiter/innen. Die ehrenamtlich Tätigen stellen mit ihrem personellen Angebot einen wichtigen Bestandteil des Hilfeangebots dar. Sie ermöglichen z. B. den Betroffenen soziale Kontinuität von Beziehungen, wie es von den beruflichen Mitarbeiterinnen in dieser Form oft nicht geleistet werden kann. Hierdurch kann nicht nur einer einseitigen Professionalisierung der Beziehungen entgegengewirkt werden, die Arbeit erhält auf diese Weise eine wichtige qualitative Ausgestaltung.

3.1. Aufsuchende Hilfe

Bei dieser Form der Hilfe wird der psychisch kranke Mensch dort aufgesucht, wo er sich aufhält - das kann in einer Einrichtung wie Krankenhaus, Wohnheim oder auch zu Hause sein.

Aufsuchende Hilfe ist im Umgang mit psychisch Kranken oft notwendig, da viele Erkrankungen einhergehen mit Antriebslosigkeit, Ängsten, mangelnder Krankheitseinsicht - Begleiterscheinungen, die es Betroffenen häufig unmöglich machen, sich aktiv um Hilfe zu bemühen.

Sie kann zudem wichtig sein, um etwas über den Lebensraum des Betroffenen zu erfahren, beziehungsweise die Lebenswirklichkeit zu erfassen im Hinblick auf häusliche Atmosphäre, Angehörige und Bezugspersonen.

Aufsuchende Hilfe kann erforderlich sein

  • in Krisensituationen, in denen unmittelbares Urteilen und Handeln vor Ort erfolgen muss.
  • wenn Betroffene sich trotz Vereinbarung nicht melden oder über einen längeren Zeitraum einem Angebot, z. B. einer Gruppe, ferngeblieben sind.
  • um Kontakte und Beziehungen zu erhalten oder herzustellen, insbesondere, wenn Betroffene alleine leben und sich abkapseln.
  • wenn Betroffene in Einrichtungen leben oder behandelt werden zur Herstellung der Kontakte nach außen. Dies wird häufig vom Personal als auch von Patienten bzw. Bewohnern sogar erwartet.

3.2. Kontakt- und Beratungsstellen

Eine Kontakt- und Beratungsstelle ist ein zunächst unverbindliches Angebot in einem geschützten sozialen Raum entweder eigenständig oder im Rahmen anderer Dienste

Angebote können sein:

  • offene Treffs
  • Gruppenangebote
  • Gesprächsgruppen
  • Freizeitaktivitäten

Bei den unterschiedlichen Angeboten sind für die Betroffenen zunächst keine großen Anforderungen und keine speziellen Voraussetzungen zu erfüllen. Sie kommen besonders kontaktscheuen Menschen entgegen.

In aller Regel suchen Betroffene und/oder Angehörige die Kontakt- und Beratungsstellen aus eigener Initiative auf. Reichen die Angebote der Kontakt- und Beratungsstelle nicht aus, kann auf andere oder weitergehende Hilfemaßnahmen verwiesen werden, z. B. ärztliche Behandlung, betreutes Wohnen oder Beschäfti- gungsmöglichkeiten.

Die Kontakt- und Beratungsstellen sind oft auch Anlauf- und Vermittlungsstellen nicht nur für Betroffene und Angehörige, sondern auch für andere soziale Dienste im Rahmen der psychosozialen Versorgung und Vernetzung.
Der Psychosoziale Dienst / die Sozialpsychiatrische Beratungsstelle ist eine umfangreichere, spezialisierte Form von Kontakt- und Beratungsstelle als wichtiges Element gemeindenaher psychiatrischer Versorgung.

Ein Augenmerk der Sozialpsychiatrie gilt der Bedeutung sozialer Faktoren für Verlauf, Ausprägung und Entstehung psychischer Störungen sowie der Wechselwirkung zwischen den psychisch Kranken und ihrer Umgebung.

Der Psychosoziale Dienst / die Sozialpsychiatrische Beratungsstelle hat zum Ziel, die Lebenssituation von Menschen mit seelischen Problemen und / oder psychischen Erkrankungen durch ein bedarfsorientiertes Beratungs- und Gruppenangebot nach ganzheitlichem Ansatz zu verbessern.

Dieses ist ein Fachdienst, der neben anderen gemeindenahen Institutionen mit einem ambulanten Angebot die Versorgung psychisch Kranker gewährleistet. Es beinhaltet eine Förderung der Selbsthilfepotentiale des Betroffenen im Verhältnis zum familiären, nachbarschaftlichen und gesellschaftlichen Umfeld.

Eine wichtige Aufgabe ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie mit psychischer Belastung und / oder Erkrankung das Leben konstruktiv bewältigt werden kann. Lebensqualität mit bzw. trotz psychischer Problematik zu sichern, ist ein wichtiges anzustrebendes Ziel.

Die Beratungsstelle bietet in Anlehnung an das PsychKG Hilfen und Schutzmaßnahmen für Betroffene und übernimmt Prophylaxe, Begleitung und Nachsorge. In diesem Dienst reichen die Möglichkeiten von niedrig- schwelligen Angeboten bis hin zu spezialisierten, therapeutischen Maßnahmen, d.h. von Information über Gruppenarbeit, Vermittlung anderer Hilfen bis hin zur Beratung und Behandlung.

3.3. Arbeitstherapeutische Projekte

Arbeitstherapeutische Projekte sind darauf ausgerichtet, benachteiligten Menschen, wie psychisch Kranken, geeignete Möglichkeiten zu schaffen, die

  • ihre persönlichen und beruflichen Fähigkeiten erhalten bzw. weiter entwickeln.
  • tages- und wochenstrukturierende Funktionen übernehmen.
  • berufliche Wiedereingliederung unterstützen und fördern.

Arbeit ist in unserem Kulturkreis ein wesentliches Merkmal der Selbstverwirklichung. Soziale und positive gesundheitliche Faktoren werden  dadurch gefördert.

Leistungsvermögen und Verantwortlichkeit sind ebenfalls Aspekte der Beschäftigung. Darüber hinaus bringen Aufwandsentschädigungen eine kleine finanzielle Bestätigung. Das Ziel der Arbeitstherapie ist es, psychisch kranken Menschen zu einer angemessenen Arbeitsrolle und damit zu mehr Zufriedenheit und Wertschätzung zu verhelfen.

In den Projekten arbeiten Menschen mit psychischer Behinderung unter pädagogischer Anleitung durch geschulte Mitarbeiter/innen. Voraussetzung für die Mitarbeit in den arbeitstherapeutischen Projekten ist die Bereitschaft zur Zusammenarbeit und zur Einhaltung von Absprachen.

3.4. Wohnformen

  • Betreutes Wohnen
  • Einrichtungen

3.4.1. Betreutes Wohnen

Das Angebot des Betreuten Wohnens richtet sich an Personen,

  • die chronisch psychisch krank sind.
  • deren stationärer Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik oder Einrichtung abgeschlossen ist.
  • die für ein eigenständiges Leben einer kontinuierlichen Betreuung bedürfen, in einem Wohnheim aber überversorgt wären.
  • deren Aufenthalte in der psychiatrischen Klinik verkürzt oder in der Häufigkeit reduziert werden sollen.

Ziel des Betreuten Wohnens ist es, dass die Betroffenen ein möglichst eigenverantwortliches Leben in der Gesellschaft führen können.

Dieses Ziel soll durch folgende Teilschritte erreicht werden:

  • Erhalt und Erweiterung sozialer Fähigkeiten
  • Anknüpfung an alte und Herstellung neuer sozialer Bezüge
  • soziale Absicherung
  • Erlernen von Inanspruchnahme vorhandener Hilfeangebote
    Krisenintervention
  • Entwicklung von Perspektiven in den Bereichen Wohnen, Freizeit, Arbeit, Gesundheit

Diese Lernprozesse werden begleitet, initiiert und gefördert in individueller Einzelhilfe und in Gruppengesprächen.

Voraussetzung für die Aufnahme ins Betreute Wohnen ist der eigene Wunsch nach Betreuung, die Bereitschaft zur Mitarbeit sowie die Auseinandersetzung mit der eigenen Befindlichkeit.

Je nach örtlichen Gegebenheiten und Länderrichtlinien kann es unterschiedliche Formen betreuten Wohnens geben. Die Unterschiede können sich festmachen an der Art des Wohnens (Einzel- oder Gruppenwohnen) und an der Intensität der Betreuung.

3.4.2. Einrichtungen


Für psychisch kranke Menschen, die aufgrund ihrer Erkrankung nicht mehr oder noch nicht wieder in der Lage sind, selbständig zu leben, bieten Einrichtungen einen Lebensraum, in dem sie sich ihren individuellen Bedürfnissen und Möglichkeiten entsprechend optimal entwickeln können.

Es werden in den Einrichtungen Hilfen und begleitende Unterstützung angeboten.

Die Maßnahmen beinhalten u. a. im

    a) individuellen Bereich:

  • Entwicklung und Stärkung der Selbstwahrnehmung und des Selbstvertrauens
  • Förderung in lebenspraktischen Bereichen
  • Hilfen zur schrittweisen Übernahme von Eigenverantwortung
  • b) sozialen Bereich:

  • Unterstützung beim Zusammenleben in der Wohngruppe
  • Förderung von Gemeinschaftserfahrungen
  • Erlernen von Strategien zur Konfliktbewältigung
  • Hilfen bei der Aufnahme von sozialen Kontakten innerhalb und außerhalb der Einrichtung
  • c) arbeits-/ergotherapeutischen Bereich:

  • Einüben praktischer Fähigkeiten und Fertigkeiten
  • Trainieren von allgemein notwendigem Arbeitsverhalten
  • Erlebnis- und problemzentriertes Arbeiten unter verschiedenen methodischen Ansätzen

Ziel der Maßnahme ist es für die Bewohner/innen einer Einrichtung, eine bessere psychische und körperliche Stabilität zu erreichen und unter Anleitung zunehmend selbständiger zu werden.

Mögliche Formen von Einrichtungen:

- Tageseinrichtungen -

Eine teilstationäre Einrichtung hält tagsüber an Wochentagen ein regelmäßiges und verbindliches Tages- stättenprogramm mit verschiedenen Therapieangeboten vor. Dabei handelt es sich um eine Kombination von lebenspraktischem Training, Förderung sozialer Fähigkeiten, bewusster Freizeitgestaltung sowie verschiedener Beschäftigungsangebote. Dieses Angebot dient vor allem der Tagesstrukturierung der Teilnehmer/innen.

Aufgenommen werden können in der Regel im Einzugsbereich lebende psychisch Kranke, die zur Schaffung bzw. Erhaltung einer selbständigen Lebensführung einer gezielten Hilfeleistung und Tagesstrukturierung bedürfen, um einer Hospitalisierung und wiederholten stationären Behandlung entgegenzuwirken.

-  Übergangs - Langzeitwohnheime -

Das Angebot richtet sich an Personen, die mit dem eigenständigen Leben und Wohnen überfordert sind und für die ambulante Betreuung nicht ausreicht. Je nach Ausrichtung und Schwerpunkt der Einrichtung können unterschiedliche Zielgruppen aufgenommen werden.

In Wohnheimen leben Menschen, die oft nach sehr langen Behandlungszeiten aus psychiatrischen Kliniken vermittelt wurden. Sie benötigen eine fachgerechte und dauerhafte psychosoziale Betreuung.

Zu den Personenkreisen gehören z.B. psychisch Kranke im Berufsalter mit und ohne berufliche Beschäftigung und gerontopsychiatrisch Erkrankte.

Je nach Betreuungsbedarf haben diese Heime einen mehr oder weniger offenen oder geschlossenen Charakter.


4. Zusammenfassung und Ausblick:

Der SkF bietet für psychisch kranke Menschen Hilfen mit unterschiedlicher Akzentsetzung an. Dabei ist der Fokus vor allem auf psychisch kranke Frauen zu richten.

Das Anliegen der Arbeit ist es, der Stigmatisierung und Chronifizierung psychisch kranker Frauen entge- genzuwirken. Oberstes Gebot ist Integration und nicht Ausgrenzung. Ansehen und Würde des einzelnen Men- schen sind Ausgangspunkt, Auftrag und Ziel unseres Tuns. Dies ist auch in der Öffentlichkeit zu verdeutlichen.

Die Arbeit mit psychisch kranken Frauen ist neben den eigenständigen Angeboten auch Thema in vielen anderen Diensten und Einrichtungen des Sozialdienst katholischer Frauen. Hier gilt es, eine Beratung und Begleitung der Betroffenen im Rahmen der jeweiligen Dienste sicherzustellen oder spezielle Hilfen anzuregen.

Der SkF engagiert sich neben konkreten Hilfeangeboten auch auf sozialpolitischer Ebene. Eine gut funktionierende gemeindenahe Versorgung ist sicherzustellen durch Kooperation und Koordination aller in der psychosozialen Versorgung Beteiligten im Sinne der Betroffenen. Auch in den gesetzlichen Rahmen- bedingungen der Bundesländer ist eine  gemeinsame Planung und Abstimmung der Angebote z. B. in sozialpsychiatrischen Verbünden oder psychosozialen Arbeitsgemeinschaften vorgesehen.

In der Arbeit mit psychisch kranken Frauen engagieren sich ehrenamtliche und berufliche Mitarbeiter/innen. Dieses bewährte Prinzip der Zusammenarbeit fördert eine umfassende Beratung und Begleitung der Betroffenen, dabei sind auch Angehörige und Bezugspersonen in die Arbeit einzubeziehen.

Auch in Zukunft wird das Arbeitsgebiet “Hilfen für psychisch kranke Frauen” nichts von seiner Dringlichkeit verlieren. Angesichts der gesellschaftlichen Veränderungen und der immer wieder neuen Anforderungen an den Einzelnen kann von einer Zunahme von Frauen mit psychischen Problemen ausgegangen werden. Deshalb ist der SkF hier gefordert, sein Leistungsspektrum noch weiter bedarfsgerecht auszubauen und zu differenzieren.


Gabriele Studinski
Dortmund, Mai 2002

weiterführende Infos:

Beratung und Hilfe