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Frauenhausarbeit / Häusliche Gewalt im Sozialdienst katholischer Frauen

Übersicht:

Arbeit der Frauenhäuser

Die Zentrale des Sozialdienst katholischer Frauen ist seit 1987 "Zentrale Fachstelle für Frauenhäuser in katholischer Trägerschaft" und vertritt seither die Frauenhäuser in Trägerschaft katholischer Verbände auf Bundesebene.

Sie ist mitverantwortlich für die Fortentwicklung der konzeptionellen Arbeit und bietet Fortbildungen für die Frauenhausmitarbeiterinnen an. Jährlich werden die Daten der Frauenhäuser in einer Statistik zusammengefasst und veröffentlicht.

Das erste Frauenhaus in katholischer Trägerschaft wurde 1979 vom SkF Mönchengladbach gegründet.
Der SkF hat (mit Stand vom Februar 2010) 35 Frauenhäuser, darüber hinaus gibt es zwei weitere Häuser beim SKFM. Derzeit sind es also insgesamt 37 Häuser.

Die Arbeit aller Frauenhäuser orientiert sich am christlichen Menschenbild.
Die Arbeitsgrundlage bildet eine 1993 erstellte Rahmenkonzeption die seither durch Arbeitshilfen zu unterschiedlichen Schwerpunkten der Arbeit ergänzt wurde.

In katholischen Frauenhäusern finden körperlich und/oder seelisch misshandelte Frauen mit ihren Kindern Schutz vor weiterer Misshandlung. Neben einer Unterkunft erhalten die Frauen und die Kinder adäquate Beratungs- und Hilfeangebote zur Aufarbeitung ihrer Gewalterfahrungen und weiteren Gestaltung ihres Lebensweges, unabhängig davon ob sie in ihre bisherige Familiensituation zurückkehren oder einen neuen Lebensweg beschreiten.

Die Frauenhäuser stehen grundsätzlich jeder betroffenen Frau offen unabhängig ihrer Konfession und Staatsangehörigkeit. Eine Aufnahme ist zu jeder Tages- und Nachtzeit möglich.

Im Folgenden einige Zahlen:

An der Frauenhausstatistik im Jahr 2000 beteiligten sich 57 der 58 Frauenhäuser in katholischer Trägerschaft. Insgesamt fanden in diesen Häusern 3713 Frauen mit 4237 Kindern Zuflucht vor weiterer Misshandlung. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag bei 32 Tagen, wobei die Spanne zwischen einem Tag und einem Jahr lag. Die meisten Frauen (1107) fanden den Weg in ein Frauenhaus selbständig. Viele wurden durch die Polizei (715 Frauen), Freunde/Verwandte (589 Frauen) oder Beratungsdienste (486 Frauen) in ein Frauenhaus gebracht. Die Übrigen fanden den Weg über andere Frauenhäuser, Ämter, ÄrztInnen, RechtsanwältInnen oder Sonstige.

    In 3007 der insgesamt 3713 Fälle waren die Misshandler der Ehemann bzw. Freund.

    60 % der Frauen hatten eine deutsche Staatsangehörigkeit. 1473 Frauen waren Migrantinnen von denen 635 einen ungesicherten Aufenthaltsstatus hatten.

    2297 Frauen kamen mit Kindern in ein Frauenhaus. Von den Frauen, die ohne Kinder in ein Frauenhaus kamen, haben 482 Frauen ihre Kinder in ihrem gewohnten Umfeld gelassen...
    2131 der Kinder in Frauenhäusern waren Jungen und 2058 Mädchen. Das Geschlecht von 48 Kindern
    konnte nicht erfasst werden. Die Altersstruktur der Kinder lag zwischen 0 und 18 Jahren. Der Grossteil war zwischen 1 und 11 Jahre alt (Insgesamt 3058 Kinder).

    Ca. 1/3 der Frauen (1029) kehrten nach dem Frauenhausaufenthalt in ihre alte Lebenssituation zurück.

Der Sozialdienst katholischer Frauen erhebt seit 1981 die statistischen Daten seiner Frauenhäuser. Die Anzahl der hilfesuchenden Frauen ist seither stetig angestiegen.


Weitere Informationen:

  • Frauen in Not 2011: Begleitschreiben_zum_FragebogenFrauen in Not_2011 / Fragebogen Frauen in Not aus neuen EU-Staaten
     
  • 14. September 2010: Pressemeldung der Frauenhauskoordinierung (FHK e. V.):
    „Es ist gut, im Zentrum zu sein, wenn man gehört werden will“
     
  • Unterstützung der vor häuslicher Gewalt geflohenen Frauen und ihrer Kinder
    Empfehlungen des Deutschen Vereins an die Leistungsträger – vor allem im Bereich des SGB II
    Mit diesen Empfehlungen möchte der Deutsche Verein auf die spezifische Situation der vor häuslicher Gewalt geflohenen Frauen und ihrer Kinder aufmerksam machen. Im Rahmen der Leistungsgewährung – vor allem des SGB II – werden Vorgehensweisen empfohlen, die eine schnelle und qualifizierte Hilfegewährung für die gewaltbetroffenen Frauen und ihre Kinder ermöglichen und dabei auch ihren Schutz nicht aus den Augen verlieren.

     
  • Interventionsstelle gegen Gewalt an Frauen eröffnet in Koblenz in der Löhrstraße 16 - 20 (PLZ 56068)
    Die Beratung ist unabhängig von Religion und Nationalität, anonym und kostenfrei. Telefonisch ist die Interventionsstelle Koblenz unter 0261 97353783 oder per Fax 0261 97353785 erreichbar. Die E-Mail-Adresse lautet info@ist-ko.de. Weitere Informationen finden sich im Internet unter www.ist-ko.de (die Seite befindet sich im Aufbau).
     
  • Aktionsplan II zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen beschlossen
    Aktionsplan II der Bundesregierung zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen (366,3 KB)
    Mehr Informationen
     
  • Am 4. September 2007 hat in Fulda ein Fachtag mit Informationen zu den Querschnittsthemen des 2. Aktionsplans der Bundesregierung stattgefunden. In Grundsatzreferaten und themenspezifischen Workshops wurden die Anforderungen an die Frauenhäuser diskutiert.
    Die Dokumentation wird unter
    www.frauenhauskoordinierung.de veröffentlicht.
     
  • Frauenhausstatistik 2006 „Zuflucht vor Misshandlung“
     
  • Pressemitteilung, Dortmund, 4. April 2007
    Wirksamerer Schutz für Stalking-Opfer. SkF begrüßt Inkrafttreten des Anti-Stalking-Gesetzes

     
  • SkF Kinospot zu Häuslicher Gewalt
    Pressemitteilung, Dortmund, 29. März 2007
    Kinospot macht aufmerksam auf häusliche Gewalt. SkF unterstützt betroffene Frauen
     
  • Gesetz zur Strafbarkeit beharrlicher Nachstellungen verabschiedet („Stalkingbekämpfungsgesetz“)
    Der Bundesrat hat das „Gesetz zur Strafbarkeit beharrlicher Nachstellungen“ beschlossen, das in Kürze in Kraft treten wird. Anbei finden Sie den o.g. vom Bundesrat beschlossenen Gesetzesentwurf (BR-Drucksache), den Gesetzentwurf der Bundesregierung (BT-Drucksache) mit Begründung sowie die Pressemitteilung des Bundesrates.
  • Am 30. November 2006 hat der Bundestag den strafrechtlichen Schutz von Stalking-Opfern beschlossen. Das verabschiedete Gesetz schließt Strafbarkeitslücken und ermöglicht einen effektiveren Opferschutz. Der neue Straftatbestand ist in § 238 StGB Nachstellung geregelt. Pressemitteilung des BMJ und den Wortlaut des § 238 StGB
     
  • Europa startet Kampagne gegen „Häusliche Gewalt“
    Unter folgendem Link finden sie Informationen zur aktuellen Kampagne des Europarates
    http://www.coe.int/DefaultDE.asp
     
  • Proaktive Krisenintervention bei Gewalt in engen sozialen Beziehungen - Ein Leitfaden für Beraterinnen
    © 2006 Sozialdienst katholischer Frauen - Zentrale e. V.
     
  • Die Internet-Seite des Entimon-Projektes „Basta: Mach mit - Nein zur Gewalt“ ist ausgebaut worden. Die Plattform für Beratung, Austausch und Information junger Menschen zu allen Fragen rund um Gewalt gliedert sich nun in die Bereiche „basta Live", „basta Ratgeber“, „basta Netzwerk“, „basta Thema", „basta Wissen" und „basta Training". Unter anderem können angemeldete Nutzerinnen und Nutzer dort ihre Erfahrungen mit Gewalt schildern und erhalten Tipps zum Umgang damit. Das Basta-Netzwerk verknüpft verschiedene Anti-Gewalt- und Anti-Extremismus-Projekte miteinander. Pro Monat wird auf den Seiten ein spezielles Thema vertiefend aufgegriffen. Im März 2006 war dies beispielsweise “Schikane in der Schule". Im Wissensbereich gibt es allgemeine Informationen zum Thema der Seite. Beim “Training" warten auf die Nutzer interaktive Tests zu Gewalt und Extremismus. Internet: www.basta-net.de
     
  • Das Bundesministerium der Finanzen hat in einer Pressemeldung vom 5. Mai 2006 mitgeteilt, dass beabsichtigt ist, einen besonderen Pfändungsschutz für Kindergeld bei Konten- und Bargeldpfändungen einzurichten. Hintergrund ist u.a. dass in letzter Zeit im bayerischen Raum durch Gläubiger Zweifel angemeldet wurden, ob Kindergeld als Sozialleistung gilt und somit zunächst unpfändbar ist. Im Rahmen des § 76 a des Einkommensteuergesetzes soll nun eine klarstellende Regelung geschaffen werden. Nähere Informationen auch unter www.bundesfinanzministerium.de
     
  • Konzeption für Frauenhäuser in katholischer Trägerschaft: Zuflucht und Schutz vor häuslicher Gewalt, Dortmund, Januar 2006
     
  • Häusliche Gewalt: Rahmenkonzeption Beratungs- und Interventionsangebot (liegt als PDF-Datei vor)
    © 2002 Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e. V. -
    Verwendung und Vervielfältigung nur mit Quellenangabe.
     
  • Faltblatt zur Unterstützung für von Gewalt betroffene Frauen
    Der Flyer wurde von der Koordinierungsstelle Frauenhaus entworfen (Muster liegt als PDF-Datei vor)
     
  • Frauenhauskoordinierung e. V.
     
  • Studien im Auftrag des BMFSFJ zur Gewalterfahrung von Frauen und Männern
     
  • ASF (Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen) begrüßt neue Regelung für
    Frauen in Notsituation Frauenhauskoordinierung e. V.

     
  • Diözesantagung des SkF im Bistum Trier: “Gewalt ist nie privat”
     
  • Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge hat eine Empfehlung zur Beauftragung
    der am Ort von Frauenhäusern zuständigen Träger der Grundsicherung für Arbeitssuchende durch
    die am Herkunftsort zuständigen Träger
    herausgegeben. (liegt als PDF-Datei vor)
     

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